Freitag, 25. Juli 2014

Celeste bedeutet Himmelblau - Brigitte Pons


Klappbroschur, Krimi



Der Beginn einer neuen Krimireihe sollte etwas ganz besonderes sein, damit sich der Protagonist in den Leserherzen einnisten kann und man ungeduldig auf eine Fortsetzung wartet.
Das ist Brigitte Pons mit ihrem Frank Liebknecht gelungen. Jedenfalls, was mich betrifft.
Der junge Mann zeichnet sich durch einen gewissen Charme aus, ein wenig unbedarft auf der einen Seite, auf der anderen dagegen mit dem Gehabe eines Terriers, der einfach nicht einsehen will, warum er seine 'Beute' loslassen soll.

Daneben hat mich die bedrückende Grundstimmung beeindruckt, die von der ersten Seite an herrscht und die ich mir erst nicht erklären konnte, schließlich geht es ja relativ harmlos zu. Allerdings gibt es da die Perspektivwechsel, die das Bedrückende, Geheimnisvolle verstärken. Dazu ist die Thematik als solche, als sich die ersten Schleier lüften, schon erschreckend und hebt nicht die Stimmung. Und trotzdem gibt es auch einiges zu belächeln, bierernst wird hier wenig gesehen.

Im Laufe der Geschichte habe ich mich selbst oft dabei ertappt, wie ich versucht habe, Licht in das Dunkel zu bringen, ganz falsch lag ich damit nicht, was ich äußerst befriedigend fand. Einmal habe ich sogar sehr an mich halten müssen, um nicht laut 'Hey, Frank, siehst du es denn nicht?' zu rufen (ich glaube, ich habe es geflüstert). Doch versteht es die Autorin auch sehr gut, falsche Spuren und überraschende Wendungen in die Handlung zu bringen, die mich als Leser dann wieder in Spannung gehalten haben, sehr sogar.

Der Stil ist gut lesbar und mit Niveau, die Auseinandersetzung mit dem Thema angemessen.

Fazit?
Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen und ich wrte gespannt auf neue 'Abenteuer' von Frank Liebknecht!

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