Samstag, 30. August 2014

Das ist nicht wahr, oder? – Jenny Lawson



audible, ungekürzt, Roman, gelesen von Svantje Wascher



Ja, ich habe mich vom Cover, von den ersten Sätzen der Inhaltsangabe und der Hörprobe zum Kauf verleiten lassen. Und ja, ich hatte etwas ganz anderes erwartet!
Nun gut, das passiert mir öfter, da muss ich dann durch und unterhaltsam war sie, diese Sammlung absurder Situationen und haarsträubender Anekdoten. Also grinste ich beim Hören erheitert vor mich hin und fühlte mich gut unterhalten.
Doch dann kamen zwei Kapitel, die mich geradezu umgehauen haben. Eines war sehr traurig. Und das andere hatte folgenden Effekt auf mich: Nanu, beschreibt da jemand mich?
Ja, ich musste tief durchatmen, weil es so treffend beschreibt, für das ich bislang keine Worte hatte. Das Gefühl, endlich verstanden zu werden, hat mich sehr berührt und macht dieses Buch, abseits von Absurdität und Slapstick, sehr wertvoll für mich.
Oder, um es auf den Punkt zu bringen: Wer an einer Angststörung und/oder Persönlichkeitsstörung leidet, der wird über dieses Buch anders lachen als die ‚Normalos’.

Jenny Lawson schreibt, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, und wie sie es wohl auch seit Jahren auf ihrem Blog tut. Das ist erfrischend und sehr unterhaltsam.

Svantje Wascher liest eintönig.
Kann ich das so stehen lassen?
Nein, natürlich nicht.
Sie liest teilweise sehr emotionslos und das erschwert das Hören. Allerdings ist es angemessen. Denn die Geschichten sind schon ‚wild’ genug, da braucht es keinen Hamster auf Speed, der sie vorliest.
Und sie liest professionell und gut.

Fazit?
Bestimmte Auszüge sollten Pflichtlektüre sein, für Betroffene und Angehörige. Insgesamt eine unterhaltsame Angelegenheit mit einem gehörigen Schuss Absurdität.

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