Montag, 25. August 2014

Geschickt eingefädelt – Molly O’Keefe



Taschenbuch, Chick Lit



Dieses Buch hat mich wirklich Nerven gekostet und ich war sogar kurz davor, es abzubrechen. Der Anfang ist nämlich irgendwie unverständlich und verkorkst und ich fand einfach nicht in die Geschichte und zu den Personen.
Doch irgendwann platzte der Knoten und ich war geradezu fasziniert.
Nein, nicht von der Geschichte als solcher, die ist ein typisches Beispiel für das Genre und wird auch noch durch rosafarbenen Puderzucker der moralisierenden Art übertüncht, dass man davon Zahnschmerzen bekommen kann. Nein, es ist die psychologische ‚Aufarbeitung’ der einen Protagonistin, die mich persönlich getroffen hat.
Endgültig begeistert haben mich dann zwei Sätze, die ich sogar markiert habe. Und das ist ein Novum. Aber schließlich ist es selten, dass ein Autor/ eine Autorin den Nagel (also mich) genau auf den Kopf (aua!) treffen und dem Leser (wieder ich) den Spiegel vorhalten. Und das ist der Zeitpunkt, wo ich dann bekennen muss, dass mir das Buch doch irgendwie gefallen hat.

Geärgert hat mich ein wenig die Austauschbarkeit der Geschichte. Eishockeyspieler und ‚gefallenes’ Mädchen, Ritter und Jungfer in Not, Apotheker und Hexe, irgendwie begegnet man immer den gleichen, so unsagbar gutaussehenden Protagonisten, von denen mindestens einer im Reichtum schwimmt (der Mann), während der andere von den Tücken des Lebens zu Boden geworfen wird (die Frau), sich aber eine gewisse ‚Unschuld’ bewahrt. Gähn!
Und ‚Geschickt eingefädelt’ hat bei mir nicht das erhoffte Hach-Gefühl geweckt.

Die selbstverständlich vorhandenen Sexszenen sind nett und erfreulicherweise nicht ordinär.

Stilistisch ist ‚Geschickt eingefädelt’ solide und vom guten Niveau, es liest sich locker weg, die Schwierigkeiten, die ich hatte, waren eher inhaltlicher Natur.

Fazit?
Wer das Genre mag, wird hier gut bedient.

Ich danke bloggdeinbuch und Mira Taschenbuch für das Rezensionsexemplar
Bestellt werden kann es auch hier

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