Mittwoch, 27. August 2014

Wüstenblut – Zoë Ferraris



gebundene Ausgabe, Roman



Der besondere Reiz dieses Krimis – und ich habe keine Ahnung, warum der Pendo Verlag dieses Buch als ‚Roman’ bezeichnet – liegt für mich in den Einblick in eine andere Kultur. Natürlich habe ich schon von einigen Dingen gehört, allerdings muss ich gestehen, dass ich das in diesem Ausmaß nicht realisiert habe. Wie denn auch? Es ist einfach unglaublich.

Der Krimi ist spannend und meiner Meinung nach gut aufgebaut, vor allem, da er die Eigenheiten des Landes und seiner Bewohner sehr detailfreudig aufbereitet und so eine sehr dichte Atmosphäre schafft.
Dabei wird auch nicht mit ‚Ekel’ gespart, also nichts für sehr zartbesaitete Seelen.

Abgesehen von den gewöhnungsbedürftigen Namen liest sich ‚Wüstenblut’ flüssig, der Stil ist nicht besonders anspruchsvoll, verspricht damit aber unbeschwerten Lesegenuss. Schließlich hat man als Leser schon genug mit anderen Dingen zu kämpfen.

Die Protagonisten sind sehr stimmig und ausführlich aufgebaut, das hat mir gut gefallen.
Leider ist dies der dritte Teil einer Reihe, kann aber eigenständig gelesen werden. Ich kannte ‚Die letzte Sure’ nicht, konnte der Handlung aber trotzdem folgen.

Fazit?
Ein solider Krimi, der einen Blick in eine andere Kultur gewährt.

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