Montag, 1. September 2014

Das Spiel der Spiele (Wild Cards 1) – George R. R. Martin (Hrsg.)



Klappbroschur, Fantasy



Die Idee
Jemand hat eine Idee für eine Geschichte und setzt sich mit Autoren zusammen, um diese zu schreiben – so oder so ähnlich ist es wohl geschehen, denn neben George R. R. Martin haben an diesem Buch noch einige andere Autoren gearbeitet.
So etwas kann gewaltig in die Hose gehen, ist es in diesem Fall jedoch nicht.

Die Handlung
Manche Menschen sind anders.
Um das zu beweisen und auszuschlachten, startet eine Art ‚Big Brother’ und ein bunter Haufen versammelt sich, um der Welt zu beweisen, wie anders sie sind.
Doch zeigen sich ihre wahren Fähigkeiten an einem ganz anderen Ort.

Die Verwirrung
Meine Güte, diese Vielzahl von Charakteren hat mich sehr verwirrt. Es gibt zwar eine kleine Auflistung, aber so richtig auseinanderhalten konnte ich die Protagonisten erst gegen Ende. Da sind dann aber auch nicht mehr alle dabei.

Die Politik
Unerwartet kritisch fand ich dieses Buch. Nicht nur gegenüber ‚Hollywood’, sondern auch gegenüber Geschehnissen, die leider allgegenwärtig sind. Oberflächlich betrachtet wird hier viel schwarz-weiß gemalt (das Feindbild ist klar), allerdings gibt es einen großen Knackpunkt in der Geschichte, den der Leser nicht außer Acht lassen sollte, bevor er auf irgendwelche Barrikaden geht. Denn wie im richtigen Leben hängen auch in ‚Wild Cards’ Alles irgendwie zusammen und es gibt immer irgendwelche Leute, die meinen, andere vor ihren Karren spannen zu dürfen. Und sich dann wundern, wenn diese in eine andere Richtung gehen.

Meine Meinung
Mir hat die Einbindung des Phantastischen in die (mehr oder weniger) reale Welt sehr gut gefallen. Auch die unterschiedlichen Perspektiven fand ich gut. Hier ‚toben’ sich die einzelnen Autoren an und mit ihren Protagonisten aus und werfen immer auch ein anderes Licht auf das, was geschieht.
Beeindruckt hat mich allerdings die Flüssigkeit des Erzählens. Es wirkt wie aus einem Guss, ist stimmig und es gibt keine stilistischen Unterschiede. Nun ja, eine Abweichung gibt es schon, was mich aber nicht weiter gestört hat. Nein, insgesamt ist es eine qualitativ hochwertige Angelegenheit, die sich gut lesen lässt und Lust auf mehr macht.
Hierbei kommt natürlich der Inhalt (die Guten retten die Welt) dem Leser entgegen. Davon will ich mehr lesen.
Zumal die Charaktere auch voller Ecken und Kanten sind und sich da noch einiges entwickeln kann.

Fazit?
Ein sehr phantasievolles Werk, voller guter Ansätze, die so richtig Lust auf mehr machen.

Ich danke dem Penhaligon Verlag für das Rezensionsexemplar.

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