Montag, 20. Oktober 2014

Ewige Buße – David Mark



Taschenbuch, Krimi



Dies ist der dritte Teil – und wer mich kennt, weiß, dass ich es hasse, mitten in eine Serie einzusteigen – der ‚Yorkshire-Krimis’ rund um Detective Aector McAvoy.
Doch muss ich zugeben, David Mark versteht es gut, vorangegangene Ereignisse in die aktuelle Handlung einzuflechten, sodass ich nur bedingt das Gefühl hatte, völlig unwissend zu sein (und bleiben zu müssen).
Und die ‚Typen’ sind wirklich wunderbar kautzig und verschroben, ganz so, wie man sich das bei einem Krimi mit Lokalkolorit erhofft. Oder überhaupt bei einem Krimi.
Die durchaus mehrspurige Handlung ist faszinierend. Auf der einen Seite das Verbrechersyndikat, auf der anderen ein psychopathischer Ansatz, dazwischen Einzelschicksale und moralische Ansätze, das hat mir sehr unterhaltsame Stunden beschert. Mitfiebern ist hier Pflicht und das geschieht auch automatisch. Auch ist die Handlung nicht unbedingt vorhersehbar, da versteht es der Autor durchaus, zu überraschen.

Doch dann der Schluss!
Das ist mit Abstand der schlimmste Cliffhanger, den je ein Autor seinen Lesern zugemutet hat! Ich hätte vor Zorn beinahe das Buch aus dem Fenster geworfen, oder wäre darauf herumgetrampelt – wäre ich nicht so schockiert gewesen! Lieber David Mark, so geht das nicht! Da hilft auch der Epilog nicht weiter. ARGH!

Oder, um es anders auszudrücken: Wann kommt der vierte Teil? Nein, den muss ich nicht lesen, ich will nur wissen, wie es weitergeht.

Genug aufgeregt!

Der Stil ist angenehm und dem Genre entsprechend, man stolpert nicht über komplizierte Formulierungen als Selbstzweck, sondern kann sich einfach die Kopfkinobilder anschauen.

Fazit?
Solider Krimi, der (bis auf das Ende) gut unterhält und facettenreich erzählt.

Ich danke bloggdeinbuch und Ullstein-Taschenbuch für das Rezensionsexemplar
Bestellt werden kann es auch hier


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