Montag, 17. November 2014

Der lautlose Schrei (Ein M.O.R.D.s –Team 1) – Andreas Suchanek



e-Book, Jugendkrimi



Ein jugendliches Ermittlerteam, das ist doch eine spannende Sache – dachte ich und bewarb mich für dieses e-Book.
Als ich es wirklich bekam, habe ich mich gefreut und sofort angefangen, es zu lesen (e-Books sind da echt praktisch, weil man nicht tagelang auf die Lieferung warten muss).
Doch die anfängliche Euphorie trat schnell hinter die Realität zurück, denn abgesehen von einer wirklich tollen Grundidee, bietet dieses Buch nichts, was ich auch nur annähernd an einem Buch schätze.

Der Stil ist gewollt locker-flockig-jugendlich, wie ich finde – und sagt man heutzutage wirklich noch ‚Direx’? Das war mir einfach zu simpel, fast hätte ich ‚primitiv’ geschrieben. Zwischendurch fängt sich Andreas Suchanek allerdings auch wieder, wodurch sich allerdings ein sehr uneinheitliches Bild ergibt.

Überhaupt hatte ich das starke Gefühl von Uneinheitlichkeit.
Es war, als ob der Autor die Geschichte zuerst in Deutschland angesiedelt hätte, sich es aber irgendwann anders überlegt hat und das bereits geschriebene eher halbherzig umänderte.
Wie ich darauf komme?
Weil ich noch nie davon gehört habe, das US-amerikanische Altenheime deutsche Namen haben (bei all den Amerikanismen in deutschen Büchern, wäre es darauf nun wahrlich nicht angekommen), ganz zu schweigen von darin arbeitenden Zivis. Zivis in den USA? Bei einem Berufsheer? Wer soll da Zivildienstleistender sein? Kriegsdienstverweigerer?
Dies ist nur einer der Fauxpas, die sich Andreas Suchanek leistet, aber der hat mich richtig geärgert. Denn auch wenn ein e-Book ‚nur’ 99 Cent kostet, erwarte ich dennoch eine gewisse Sorgfalt im Umgang mit dem eigenen Text. So wirkt es hingeschludert und lieblos, mal so eben hingeschmiert. Und ohne Respekt vor dem Leser.
Als Auftakt für eine neue, sehr interessante Jugendkrimiserie mit durchaus interessanten Charakteren, disqualifiziert sich Andreas Suchanek damit meiner Meinung nach komplett.

Fazit?
Eine Geschichte mit Potential, leider stümperhaft umgesetzt.

Ich danke bloggdeinbuch und Greenlight Press für das Rezensionsexemplar.
Bestellt wreden kann es auch hier

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