Montag, 10. November 2014

Der Zorn - Denis Marquet



Taschenbuch, Wissenschaftsthriller



Das Szenario, das Denis Marquet herauf beschwört, hat Alles, was ein 'zivilisierter' Mensch braucht, um in Angst und Schrecken zu geraten! Da geht es zum Teil sehr reißerisch zu und erinnert stark an Bücher und Filme zum Thema Weltuntergang. Ein Virus, ein Gift, eine (natürlich vom Menschen ausgelöste) Naturkatastrophe, die USA als Mittelpunkt des Geschehens, der Reaktion, der Welt. Kennt man ja Alles zur Genüge.
Allerdings gelingt es dem Autor sehr eindrucksvoll, den Bogen zu etwas anderem, seinem Beruf entsprechend überaus philosophischen, zu schlagen.
Und dieser Ansatz hebt ihn meiner Meinung nach ab von der Masse der Endzeit-Autoren ab.
Und genau das hat mir sehr gut gefallen. Und in seinen Bann gezogen.

Der Stil ist angemessen, um das Thema zu transportieren, fachliche Aussagen sind gut verständlich, aber man kann das Buch nicht einfach runterlesen, sondern sollte sich vielmehr Zeit lassen, zu verstehen, um was es Denis Marquet geht, ohne ihm missionarischen Eifer unterstellen zu wollen.

Gestört haben mich die gerade am Anfang vorhandenen vielen Handlungsstränge, von denen einige eher unwichtig zu sein scheinen, wie zu viel Beiwerk. Um in die Geschichte zu finden, sind sie eher unwichtig, sie verwirren nur. Und bedienen meiner Meinung nach eher ein Klischee.

Fazit?
Ein gut geschriebener Thriller mit einer nicht alltäglichen Botschaft. Interessant und am Ende versöhnlich.

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