Freitag, 7. November 2014

Gewitter über Pluto - Heinrich Steinfest



Taschenbuch, Roman



Ich hasse dieses Buch!
Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, wie ich finde, versucht es als heiterer Roman daher zu kommen (Inhalt: Pornodarsteller beendet seine Karriere und eröffnet ein Wollgeschäft), nur um mit wohlgefeilten Sätzen den Leser mit allem zu bombardieren, nur eben nicht mit Geschichten um ein Wollgeschäft - was hätte man daraus machen können. Verwicklungen, Verstrickungen, vielleicht auch Halbseidenes.
Aber nein, der Autor driftet ab in Krimi, Archäologie, Science Fiction und sehr, sehr viel Philosophie, betrachtet er doch seine Protagonisten und dann auch die gesamte Menschheit eher mit satirischen Auswüchsen, Verallgemeinerungen, sieht seine Mission also eher in den Spiegelvorhaltungen und Absurditäten seines eigenen verqueren Denkens.
Zuweilen hat mir das Spaß gemacht, immerhin ist es gut geschrieben. Aber die meiste Zeit war ich gelinde gesagt ziemlich angefressen, hatte ich mir doch eher leichte Kost verspochen, nur um dann in einem Werk voller Tiefschürfendem zu landen. Wollte ich wirklich nicht. War auch nur bedingt interessant. Im Grunde habe ich nur weitergelesen, weil ich mir irgendetwas erhofft hatte, was ich jetzt aber auch nicht weiter erklären kann.

Warum aber diese doch relativ gute Bewertung?
Weil Heinrich Steinfest schreiben kann.
Weil er einen ausgesprochen guten Sinn für Absurdität hat.

Punktabzug gibt es nur, weil 'Gewitter über Pluto' meiner Meinung nach in zu viele verschiedene Richtungen gallopiert, dabei aber trotz der vielen Worte einiges unausgesprochen und halb fertig wirken lässt, was dann eher lieblos gegenüber seinen Protagonisten ist.

Fazit?
Gut zu lesen, inhaltlich nicht mein Fall.

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