Freitag, 5. Dezember 2014

Clara und die Granny-Nannys – Tania Krätschmar


Taschenbuch, Roman



Dieses Buch ist eine ganz große Liebesgeschichte beziehungsweise gleich mehrere.
Aber der Reihe nach.

Die Grundidee ist einfach: Das Leben ist ein Abenteuer – manchmal muss man nur angestupst werden.
Drei Frauen werden gestupst und erleben sowohl Neues wie auch Altes.
Und hier kommt auch gleich die erste Liebesgeschichte: Die Autorin liebt Berlin und das merkt man ihr auf jeder Seite des Buches an. Ist überhaupt nicht schlimm, fällt nur auf.
Und sie liebt das Spiel mit ihren Protagonisten, die sie in wundervolle Situationen schickt und mit sehr viel Herz behandelt – und so mancher Leserin den Spiegel vorhält. Ja, jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt, nur der ist auch der Schwierigste.
‚Clara und die Granny-Nannys’ enthält viel Hoffnung, sehr viel Lebensbejahung, die das Leseerlebnis zu etwas sehr Positiven machen. Gelesen im trüben Herbstnovemberlicht erfreut das durchaus das Herz und die Seele, ein Hach-Buch eben, ohne sich in einer Schmonzette zu verlieren. Lebensweisheit einfach, gut verborgen in einer unterhaltsamen Geschichte.

Was mich allerdings gestört hat, war das Fehlen von Details. Ich hätte mir mehr kleine Anekdoten gewünscht, was wohl den Rahmen gesprengt hätte. Mehr Tiefe in den Gefühlen der Familien ergäbe ein runderes Bild. Aber die Familien sind wohl eher Mittel zum Zweck, was die drei Frauen noch mehr in den Mittelpunkt stellt. Mir war das stellenweise einfach zu wenig.

Ansonsten ist es ein wunderschönes Buch über Chancen, Menschlichkeit, Mut und Überraschungen.

Fazit?
Gute Unterhaltung mit einer Botschaft, ohne belehrend zu sein, und mit einem ganz eigenen Zauber.

Ich danke dem Blanvalet-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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