Montag, 29. Dezember 2014

Die Verborgene - Sarah Kleck



e-Book, Fantasy



Sarah Kleck ist es wirklich gelungen, mich mit ihrer sprühender Phantasie in Atem und Erstaunen zu halten. Wunderbar gelingt es ihr, alte Mythen in die Gegenwart zu transportieren und den Leser damit durchaus zu bannen. Dabei spart sie auch nicht mit Dramatik und Spannung und verspricht so eine unterhaltsame Lektüre, die auch über dieses Buch hinaus geht. Schließlich ist das Ende ein richtig toller Cliffhanger, der auf eine Fortsetzung hoffen lässt.

Die Protagonisten sind durchaus stimmig, wenn auch auf leider schon sehr bekannte Weise eher unsympathisch, auch, weil sie gewissen Schemata entsprechen, die mich langsam nur noch anöden. Der schöne Held, die traumatisierte Heldin, die sich selbst eher zu selbstkritisch darstellt, die Gegenspieler... wie oft noch? Da ändert auch das neue 'Umfeld' wenig, verspricht einfach nur mehr, als es am Ende hält.

Und stilistisch konnte mich 'Die Verborgene' überhaupt nicht überzeugen. Bemüht um eine gehobene Ausdrucksweise, verliert die Autorin jegliche Eleganz der Sprache, wirkt eher verklemmt und uninspiriert. Der Funke springt einfach nicht über und lässt mich eher fragend zurück. Ist es zu viel verlangt, von einem Buch einen vernünftigen Umgang mit der Sprache zu erwarten? Muss man sich als Leser wirklich durch abgedroschene Phrasen und umständliche Beschreibungen quälen - von Flüchtigkeitsfehlern ganz zu schweigen - wenn es doch so viel leichtr und lockerer gemacht werden kann? Oder soll hier eine Ernsthaftigkeit vorgespielt werden, die eh dem Genre widerspricht. Wer diese Art von Fantasy liest, möchte unterhalten werden, durchaus mit Humor, Selbstironie und Leichtigkeit. Dramatik entwickelt sich nur bedingt durch schwer nachvollziehbare Sätze.

Fazit?
Sehr gute Grundidee, in der Umsetzung leider überhaupt nicht mein Fall.

Ich danke bloggdeinbuch und dotbooks für das Rezensionsexemplar

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