Freitag, 12. Dezember 2014

Rattenfänger – Paul Finch


Taschenbuch, Thriller



Nach ‚Mädchenjäger’ ist dies der zweite Fall von Mark ‚Heck’ Heckenburg – und steht dem ersten in nichts nach. Ganz im Gegenteil.
Doch was in ‚Rattenfänger’ beschrieben wird, ist wirklich nichts für Zartbesaitete, an Brutalität ist es kaum zu überbieten und der Ekelfaktor ist hoch – man fragt sich, wie das noch überboten werden kann.

Aber im Sinne der Handlung ist es wohl nötig, so anschaulich zu beschreiben und als Leser weiß man ja inzwischen, auf was man sich bei diesem Genre einlässt!

Außerdem ist ‚Rattenfänger’ sehr actionlastig, von der ersten Seite überschlagen sich die Ereignisse und eine Verfolgungsjagd folgt der anderen. Wobei sich mir besonders gegen Ende eine Frage stellte: Amerikanische Polizisten laufen derart bewaffnet herum, dass sie sich auch in ein Kriegsgebiet stürzen könnten, englische haben dagegen außer einem Handy anscheinend wenig Waffen. Entspricht das der Realität? Oder benutzt Paul Finch das nur so, um Heck als Allrounder dastehen zu lassen?

Die Protagonisten sind vielschichtig und sehr gut dargestellt, die Fortsetzung zeichnet ein immer komplexeres Bild, was mir gefällt und Lust auf weitere Teile macht. Heck allerdings bleibt für mich eine Figur ohne Gesicht.

Zum Stil lässt sich sagen, dass das Buch gut zu lesen ist und durchaus seinen eigenen Charme hat. Sachlich, manchmal distanziert, aber immer mit der Liebe zu den Ermittlern, beschreibt Paul Finch, was geschieht, ohne philosophisch oder poetisch zu sein. Im Vordergrund steht die Handlung – und die reicht auch vollkommen aus.

Fazit?
Ein wirklich spannender Thriller, der den Leser in Atem hält.

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