Samstag, 6. Dezember 2014

Übertrieben tot - Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln



CD, authorisierte Lesefassung, Krimi, Humor, gelesen von Joseline Gassen und Carolin Kebekus



Das 'Wiedersehen' mit alten Bekannten ist immer schön, in diesem Fall sogar besonders, da Frl. Krise und Frau Freitag einfach eine tolle Art haben, über ihren Alltag zu berichten. Der Umgang mit den Schülern, die kleineren und größeren Katastrophen im Schulalltag und dazwischen richtigen Typen, die einem ans Herz wachsen können oder auch nicht, das macht einfach Spaß und unterhält gut. Warum sich aber Frl. Krise und Frau Freitag in kriminalistische Gefilde stürzen, ist mir schleierhaft. Und fast hätte ich dieses Buch auch als langweilig empfunden, denn bei mir kam nicht richtig Spannung auf. Eher plätschert es so dahin, hat viele 'Baustellen' und weist zwar anekdotische Unterhaltung auf, aber für ein rundes Buch reicht es irgendwie nicht.
Allerdings schaffen es die beiden Autorinnen gegen Ende, den großen Bogen zu schlagen, wie ich fide, und den Leser/Hörer mit soviel Absurdität zu überhäufen, dass es mich versöhnt hat. Doch ein Buch ist nicht unbedingt ein Krimi, nur weil es Todesfälle gibt. Und auch nicht, weil zwei Frauen über die Lösung eher stolpern, statt wahrhaftig zu ermitteln.

So bleibt das Konzept 'Lehrerinnen berichten aus ihrem Leben' eine unterhaltsame Angelegenheit, doch nutzt es sich auch ein wenig ab. Und 'Übertrieben tot' liefert zwar ein grandioses Ende, doch finde ich, die Autorinnen verzetteln sich in den Ereignissen und verscherzen sich damit den Charme, den sie noch im ersten Teil hatten.
Richtig unsympathisch fand ich übrigens zeitweise Frau Freitag, die allzu ängstlich umd memenhaft rüberkommt.

Joseline Gassen und Carolin Kebekus lesen gut und routiniert mit Liebe zum Detail. Und wie schon in 'Der Altmann ist tot' lebet das Hörbuch von ihren Dialogen.

Fazit?
Das Konzept nutzt sich leider ab, unterhält aber trotzdem ganz gut.




Ich danke dem Argon-Verlag für das Rezensionsexemplar.

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