Montag, 12. Januar 2015

Der Fänger im Roggen - J.D. Sallinger



Taschenbuch, Roman

:DD
(3 Sterne)

Dieses Buch 'begleitet' mich bereits seit Jahrzehnten, als es mir nämlich vor über dreißig Jahren von meiner Tante geschenkt wurde. Damals habe ich es (natürlich) nicht gelesen, hatte aber immer das Gefühl, es 'mal' lesen zu müssen. Wie das eben so ist.
Natürlich habe ich das Buch schon vor einiger Zeit weggegeben und musste es mir deshalb noch einmal zulegen. War aber die gleiche Ausgabe ;)
Vor zwei Wochen stieß ich dann auf eine Leserunde bei wasliestdu.de mit diesem Buch und ich ergriff die Chance.

Nun aber zum Buch:
Nein, es hat mir nicht gefallen.
Für mich las es sich sehr unreif und zu jugendlich.
Ok, Holden ist ein sechszehnjähriger Junge auf der Sinnsuche, typisch pubertär, aber dafür fehlte mir stellenweise die Geduld. Außerdem finde ich den Stil eher nicht so toll. Allerdings ist das Gesamtpaket einfach stimmig.
So kann ich verstehen, dass 'Der Fänger im Roggen' in der Schule gelesen wird, denn dort sitzt die Zielgruppe.
Das Ende fand ich auf der einen Seite sehr berührend, weil es so liebevoll ist, auf der anderen Seite aber auch enttäuschend (wenn auch realistisch), wenn der große 'Revoluzzer' doch zurück in die Realität findet. Im Grunde also ein Buch, das über weite Strecken von dem Aufbegehren der Jugend schreibt, dann aber doch den Schwanz einzieht. Da hatte ich einen Knalleffekt erwartet, vorallem, weil das Buch ja nun als Inbegriff des Aufbegehrens bewertet wird. Nun, das mag für die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts gelten, aber heutzutage?

Ohne die Leserunde hätte ich nach den ersten Seiten schon abgebrochen, so habe ich es wie eine Pflichtlektüre betrachtet und es beendet. War nicht schlimm, aber ich habe festgestellt, dass mir diese Art von Büchern einfach nicht liegt. Ich möchte unterhalten werden, mit Genuss lesen.

Fazit?
Sicherlich ein gutes Buch, aber mein Fall eben nicht!

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