Sonntag, 25. Januar 2015

Sonntagsplauderei #4

Nein, ich bin kein politischer Mensch. Irgendwie habe ich da mein Potential schon in den 80ern verbraucht, man möge es mir verzeihen. Aber auch ohne TV-Anschluss komme noch nicht einmal ich um die jüngsten Entwicklungen vorbei – auch wenn ich mir wünschte, es wäre anders. Und deshalb möchte ich euch heute ein wenig das Thema ‚Buch’ verlassen und ‚politisch’ werden.

Manchmal habe ich das Gefühl, ein Außerirdischer zu sein, der nur durch einen unglücklichen Umstand auf dieser Welt gelandet ist. Cooler Gedanke, oder?
Und dann schaue ich mir die Welt an und finde sie eigentlich ganz nett. Die Landschaften sind toll, die Lebewesen auch, es gibt viel zu sehen und sich daran zu erfreuen.
Tja, und dann ist da der Mensch. Nein, es muss ‚und dann sind da die Menschen’ heißen, denn ein Mensch ist eine ganz tolle Sache. Man kann reden, lachen, sich gegenseitig trösten, man kann fühlen.
Menschen in Massen sind etwas ganz anderes. Die machen ‚Spaziergänge’ (finde ich richtig witzig, mache ich auch, also Spaziergänge mit meinem Hund, allein, äh, ja…), schreien rum, sind aggressiv, prügeln sich, sprengen schon mal irgendwas in die Luft, missbrauchen irgendetwas als Entschuldigung – machen wir uns nichts vor, wenn es nicht die Religion ist, ist es eben etwas anderes: der Mensch will einfach nicht im Einklang leben. Nicht mit anderen und ganz bestimmt nicht mit sich selbst.
Und so könnte man auf den Gedanken kommen, dass die Erde schon ein ziemlich bekloppter Planet ist, der sehr viel besser funktionieren könnte, wenn es keine Menschen gäbe. Ein Gedanke, den man sich mal auf der Zunge zergehen lassen sollte.

Allerdings gibt es Dinge, die Menschen vollbringen, die Hoffnung machen. Unten werde ich ein Beispiel dafür zeigen.
Weil es nämlich auch immer Menschen gibt, die es mit der Menschlichkeit ernst meinen. Die helfen, die lieben, die gemeinschaftlich Gutes tun. Die hat es schon immer gegeben, nur heutzutage haben sie Plattformen.
Also habe ich heute eine Bitte: tretet einen Schritt zurück, lasst eure Pseudobetroffenheit mal weg und erfreut euch einfach an dem Gefühl, ein Mensch zu sein, einer von ganz vielen, die Großes geschaffen haben und trotzdem vielleicht mal ein wenig demütig auf die Natur blicken. Denn den einzigen Vorteil, den es hat, ein Mensch zu sein, liegt darin, Schönheit zu erkennen und sie selbst sogar zu erschaffen.

Und nun macht einen Spaziergang, vielleicht allein, vielleicht gemeinsam, und zwar nicht durch eine Stadt, weil alle das machen. Genießt den Augenblick, der ist eh kurz genug.


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