Freitag, 13. Februar 2015

Gute Geister – Kathryn Stockett


Audible, gekürzt, Roman, gelesen von Nina Petri, Regina Lemnitz, Marie Biermann und Stephan Benson



Leider habe ich dieses Hörbuch in der gekürzten Fassung erwischt, und da verliert sich ein wenig der Charme der Geschichte. Manches wirkt auch ein wenig unfertig und verwirrend.

Doch bleibt der Eindruck einer gut erzählten Geschichte, die es versteht, den Zeitgeist der 1960er Jahre in den Südstaaten der USA wiederzugeben. Und zwar ohne Rücksicht nehmen zu müssen.

Die Aufteilung in verschiedene Erzählperspektiven fand ich sehr gelungen und auch die Umsetzung mit unterschiedlichen Sprechern ist sehr gut. Alle lesen wunderbar einfühlsam und geben ihren Charakteren etwas Unverwechselbares.

Die Geschichte selbst ist natürlich schockierend, sofern man sich noch nicht näher mit den Tatsachen beschäftigt hat – oder meint, so etwas wäre heute anders oder gar unmöglich. Machen wir uns nichts vor, so lange es mehr als einen Menschen auf dieser Erde gibt, wird es auch Diskriminierung und Intoleranz geben. Meine Meinung.

Was mir bei ‚Gute Geister’ fehlt, ist eine ‚Botschaft’. Anders als zum Beispiel in ‚Wer die Nachtigall stört’ werden hier Fakten geliefert, sehr schön aufbereitet anhand von Einzelschicksalen, doch fehlt mir ein persönliches Statement. Der Augenblick, an dem Kathryn Stockett allgemeingültig wird. Den großen Bogen schlägt.

Wie gesagt, habe ich nur die gekürzte Fassung gehört – ich werde das Buch irgendwann lesen, versprochen!

Fazit?
Durchaus unterhaltsam erzählte Geschichte, die berührt. In dieser Form eher unbefriedigend.

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