Freitag, 13. Februar 2015

Jenseitsnovelle - Matthias Politycki



CD, ungekürzt, Novelle, gelesen von Nina Petri und Matthias Politycki



Wenn ich ein Buch lese oder höre, dann mache ich das, um mich unterhalten zu lassen. Schön ist es, wenn ich dabei in eine andere Welt eintauchen kann, muss aber nicht unbedingt.

Dieses (Hör)Buch hat mich von der ersten Minute an gelangweilt.
Sicherlich ist es gut geschrieben, ja, der Stil war schon schön, aber im Grunde empfand ich es als hohles Geschwätz, das sich irgendwie intellektuell anhören sollte und doch, hohl ist.
Interessant fand ich einzig die Tatsache, dass da ein Mann stundenlang neben seiner toten Frau sitzt, die vor sich hin stinkt.
Und mal ehrlich, die ‚überraschende' Wendung ist etwa so überraschend wie die Auflösung eines Tatort-Krimis (es ist immer der bekannteste Schauspieler!).
Das ganze Stück ist bürgerliches Spießertum in Reinkultur, so aufregend wie eine Schrankwand in Eiche rustikal. An manchen Stellen habe ich gelächelt, durchaus, und ich frage mich gerade, ob das die Absicht des Autors war, dieses Spiegelvorhalten. Aber mal ehrlich, ich brauche so etwas nicht!

Die Aufteilung des Textes auf zwei Sprecher dagegen finde ich richtig genial! Dafür hat es sich schon ein bisschen gelohnt.

Fazit?
Das Buch mag seine Liebhaber haben, mein Fall ist es nicht!

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