Sonntag, 1. März 2015

Der Preis der Treue – Diane Brasseur


Klappbroschur, Roman



Interessant ist sie schon, die Geschichte des Ich-Erzählers, in der er von seinem Leben zwischen Ehefrau und Geliebter spricht. Aber das reicht mir einfach nicht, denn ansonsten wird hier wohl so einiges an Klischees verwendet und zeichnet deshalb doch nur das Bild eines Mannes in der Midlife-Crisis, aufgepeppt mit ein paar ‚schmuddeligen’ Szenen.

Was mich aber richtig geärgert hat, war die Person ‚Alix’ (übrigens der einzige Name, der in diesem Buch genannt wird. Denn im Grunde ist sie die einzige, die hier verliert, was dem Mann auch noch sehr bewusst ist. Und genau hier finde ich die Geschichte unstimmig. Man merkt, dass sie von einer Frau geschrieben wurde – und eben nicht von einem Mann, wie es suggeriert wird.

Stilistisch fand ich das Buch sehr gelungen, wenn auch gewöhnungsbedürftig. Die Kapitel sind kurz, thematisch eher sprunghaft, dadurch aber auch überzeugend. Man kann sich vorstellen, wie der ‚arme’ Mann von Zweifeln geplagt an seinem Schreibtisch sitzt und eine Art Tagebuch schreibt. Allerdings vermisse ich einen gewissen Charme, es klingt teilweise sehr distanziert und beinahe klinisch.

Fazit?
Irgendwie interessant, aber im Grunde nicht mein Fall, weder inhaltlich noch in der letzten Konsequenz stilistisch.

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