Montag, 16. März 2015

Die alltägliche Physik des Unglücks – Marisha Pessl

Taschenbuch, Roman



Was soll ein Buch?
Mich soll es unterhalten, meine Phantasie anregen, ein Kopfkino starten – und vielleicht neue Horizonte aufzeigen!

Was macht ‚Die alltägliche Physik des Unglücks’?
Es hat mich genervt.
Sicher, es ist stilistisch sehr gut, außerdem voller tiefschürfender Zitate und Lebensweisheiten, aber…

Es nervt!

Schwer zu lesen, bis man sich an die schrecklich langen Sätze gewöhnt hat (und an die Klammern), voller besserwisserischer, ausufernder Beschreibung mit ständigen, teilweise durchaus anschaulichen, Vergleichen aus der gesamten Welt (sei es Länder, Denker, Flora oder Fauna) mit entsprechenden Quellennachweisen – seht ihr, was dieses Buch mit mir gemacht hat?
Doch es verbirgt sich hinter all dem Wortwust durchaus eine Geschichte, die interessant ist – etwa in den letzten 100 Seiten, und dann ist es schon fast zu spät, weil mein Gehirn nur noch eine etwas breiige Masse war, die um Gnade flehte.

Natürlich ist es ein qualitativ hochwertiges Buch – aber was um Himmels Willen will die Autorin nun eigentlich sagen?
Das nichts ist, wie es scheint?
Das jeder Leser, der schon nach wenigen Seiten aufgibt, ein intellektueller Hohlraum ist?
Arroganz ist für mich hier angesagt. Die Art von pseudo-gebildeten Menschen, die schöne Sätze hervorbringen, die es aber nicht schaffen, einfach sympathisch zu sein. Und entspannt zu unterhalten.

Fazit?
Anstrengendes Buch, das sehr viel mehr verspricht, als es am Ende hält.
Hätte ich es nicht im Rahmen einer Leserunde gelesen (es also quasi eine Pflichtlektüre war), es wäre sehr schnell im ‚das kann weg’-Regal gelandet!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen