Freitag, 1. Mai 2015

Cottage gesucht, Held gefunden – Susan Elizabeth Phillips


CD, Roman, gelesen von Rike Schmid



Da habe ich mich auf richtig gute Unterhaltung gefreut, einen lustigen, interessanten Frauenroman, ein bisschen Liebe, also das, was das Cover verspricht. Habe ich mir jedenfalls eingebildet.

‚Cottage gesucht, Held gefunden’ ist allerdings ein ziemlich tragischer Fall, tragische Vergangenheit natürlich, aber auch, was die Protagonisten und noch anderes betrifft.
Angefangen bei Annie, die besonders in der ersten Hälfte des Buches einfach nur dämlich ist. Anschließend ist sie irgendwie so unglaublich sensibel und verständnisvoll, was sie auch nicht sympathischer macht.
Der strahlende Held Theo ist auch nicht besser, irgendwie Heathcliff-mäßig, allerdings ohne richtige Tiefe, dafür aber mit Abgründen, oh, gar furchterbare Abgründe.
Die Geschichte insgesamt erinnerte mich ein bisschen an ‚Rebecca’, wobei die Düsternis der Geschehnisse eher gekünstelt wirkt und nur dadurch erschaudern lässt, weil sie so hanebüchen ist.

Aber vielleicht tue ich dem Buch unrecht, vielleicht hätte ich es einfach selbst lesen sollen. Denn Rike Schmid liest ‚Cottage gesucht, Held gefunden’ nicht gut. Abgesehen von ihrer Lispelei fehlt es ihr an Schwung. Und von ‚gefühlvoll’ habe ich wenig bemerkt, es tut mir wirklich leid. Einschläfernd liest sie runter, versucht sich ab und zu in Schauspielerei, ohne zu überzeugen und nervt. Entschuldigung, aber so habe ich es empfunden.

Fazit?
Die Geschichte hat durchaus Potential, aber als Hörbuch empfinde ich ‚Cottage gesucht, Held gefunden’ fast als Zumutung.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen