Montag, 25. Mai 2015

Das Liebesleben der Suppenschildkröte – Theresia Graw


Klappbroschur, Chick Lit



In ihrem ersten Roman für Erwachsene erzählt Theresia Graw eine nette und sehr unterhaltsame Geschichte über die Irrungen und Wirrungen einer alleinerziehenden Mutter, die eben keine Suppenschildkröte ist.
Natürlich ist die Handlung relativ vorhersehbar, aber doch mit sehr viel Liebe zum Detail und voller sympathischer Protagonisten, die so herrlich normal sind, einfach so, wie die Menschen von nebenan.
Ein bisschen genervt haben mich die anfänglichen Lügen, ich kann da nur sehr schlecht mit umgehen, allerdings sind die für die Handlung natürlich unbedingt nötig und so muss man da einfach durch.

Stilistisch schafft Theresia Graw den Spagat zwischen leichter, gut zu lesender Wortwahl und sprachlichem Anspruch. Einfach ein wunderbares Niveau, das aus einem ‚profanen’ Liebesroman ein Buch mit Wert macht. Und damit auch gut zu dem, wie ich finde, sehr schönen, wenn auch elegant-unauffälligen Cover passt. Das springt einem ja auch nicht durch grelle Farben ins Auge, ist aber durch die erhabene Schrift und die Schildkröte richtig schön und man kann es quasi ‚entdecken’.

Insgesamt also ein kleines ‚Schmuckstück’, das mehr hält, als es auf den ersten Blick verspricht, nämlich gute, nette Unterhaltung mit Realitätsanspruch und Wohlfühlgarantie.

Fazit?
Leseempfehlung für alle, die einen guten Liebesroman zu schätzen wissen.

‚Das Liebesleben der Suppenschildkröte’ ist im Blanvalet-Verlag erschienen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen