Montag, 11. Mai 2015

Die Widerspenstigkeit des Glücks – Gabrielle Zevin




‚Die Widerspenstigkeit des Glücks’ macht Lust auf Buchhandlungen, Lesekreise und Bücher ganz allgemein.
Wohlformuliert versteht es Gabrielle Zevin, der Leidenschaft für Bücher unterschiedliche Gesichter zu geben und mit tragischen Lebensgeschichten zu würzen, wobei darauf eine gewissen Distanz gewahrt wird, die mich zuweilen irritierte und die es mir nahezu unmöglich machte, mit den Protagonisten mitzuleiden. Das hat einfach keinen Charme und nur wenig Herzblut, wenn Menschen und ihre Geschichten geradezu tabellarisch abgehakt werden, egal, wie bewegend und verzweifelt sie hätten sein können.
Einzig die Liebe zur Literatur wird mit Gefühl dargestellt, hier zeigt sich die wahre Leidenschaft der Autorin, die wohl weniger in den Menschen liegt.

Stilistisch ist ‚Die Widerspenstigkeit des Glücks’ wunderschön und weit über Durchschnitt. Das hat mir gut gefallen und mich nicht an der Geschichte verzweifeln lassen.

Fazit?
Ein Buch mit Potential, das jedoch leider nicht voll ausgeschöpft wurde. Ein wenig mehr Gefühl für die Protagonisten hätte hier helfen können.

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