Dienstag, 12. Mai 2015

Glück ist nichts für schwache Nerven – Theresia Graw


Klappbroschur, Chick Lit



Etwas chaotisch fand ich den Anfang von ‚Glück ist nichts für schwache Nerven’ und das Eis brach erst auf Seite 81 mit dem Satz ‚Der Tag endet zuverlässig mit Einbruch der Dunkelheit.’. Da musste ich laut lachen und hatte endlich Zugang zu dem wirklich ganz feinen Humor von Theresia Graw gefunden – manchmal dauert es halt.

Wenn es diesem Buch denn auch an wahnsinnig witzigen Szenen fehlt, so hat es mich dennoch gut unterhalten und sogar in Spannung gehalten. Denn es hat alles, was ich von leichter Unterhaltung mit Niveau erwarte: ein richtig guter Stil, tolle Protagonisten und eine Handlung, die mich mitfiebern lässt.
So sehr, dass mir des Öfteren Tränen in den Augen standen, ja, ich wurde richtig gefühlsduselig und konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen, bis sich endlich alles geklärt und aufgelöst hatte. Und mag das Happy End auch übertrieben wirken, weniger hätte nicht ausgereicht, um mein Gefühlschaos zu beruhigen.

Die menschliche Sichtweise, besonders durch die Ich-Erzählerin, hat mir sehr gut gefallen, wenn es auch manchmal nicht unbedingt nachvollziehbar war, dieses Zagen und Zögern. Aber schlussendlich ist es eine sehr schöne Geschichte mit viel Herz und Gefühl und man spürt die Liebe zu den Charakteren und der Geschichte, die sie erzählen.

So ist ‚Glück ist nichts für schwache Nerven’ nicht unbedingt das, was ich erwartet hatte, dafür aber einiges mehr an Tiefe und Menschlichkeit als es auf den ersten Blick scheint– und stilistisch überaus gelungen.

Und übrigens: Möwen sind keine Geier ;)

Fazit?
Ein wunderbares Buch, nicht nur im Urlaub auf der Liege!

‚Glück ist nichts für schwache Nerven’ ist im Blanvalet Verlag erschienen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen