Montag, 11. Mai 2015

Skalpelltanz – Jenny Milewski


Klappbroschur, Thriller



Das Cover ist der Hammer!
Es sieht tatsächlich so aus, als wäre in Haut geschnitten worden. Das ist zwar etwas unappetitlich, aber es ist schließlich ein Thriller.

Nun aber zum Inhalt.
Nein, dies ist, meiner Meinung nach, kein typischer schwedischer Thriller, der mit gemütlichen Ermittler aufwartet und sich in Nebensächlichkeiten gekonnt verlieren kann. Obwohl es sehr viele Straßennamen und sonstige Ortsangaben gibt.
Allerdings muss das ja nicht unbedingt ein Nachteil sein, zumal ich finde, dass sich ‚Skalpelltanz’ eh in keine mir bekannte Schublade stecken lässt.

Allerdings hat mich die Geschichte beinahe von der ersten Seite an mehr und mehr in ihren Bann gezogen und innerlich erschauern lassen. Selten habe ich so unter Anspannung gelesen und gestehe Jenny Milewski unumwunden zu, eine Meisterin der bedrohlichen Atmosphäre zu sein, wobei dies auch durchaus unterschwellig geschieht.
Vordergründig allerdings beschäftigte mich als Leser die Diskussion zwischen Fiction und Realität schon sehr, also die Frage, inwieweit ich selbst Folterszenen interessant, spannend oder sonst wie finde. Eine Antwort darauf habe ich für mich gefunden.

Leider entpuppte sich für mich der Showdown, vor dem ich schon fast Angst gehabt habe, als eine eher klägliche Angelegenheit, die mich ein wenig enttäuscht hat, vor allem aufgrund eines Protagonisten. Obwohl es innerhalb der Handlung stimmig ist, wie ich zugeben muss. Aber eben nicht unbedingt so, wie ich es mir gewünscht habe.

Fazit?
Ein lesenswerter Thriller mit überraschendem Ansatz, der mich über weite Strecken begeistern konnte.

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