Mittwoch, 10. Juni 2015

Juni: Der Hörbuch-Monat

Keine Ahnung, warum, aber irgendjemand hat wohl beschlossen, den Juni zum Hörbuch-Monat zu erklären.
Mir soll das Recht sein, schließlich höre ich wo ich gehe und stehe. Vor allem, wenn ich gehe.

Wie es begann:
Vor etwa zehn Jahren hatte ich eine Phase, in der ich wie gestochen mit meinem Hund durch die Gegend gerannt bin. Unglaublicher Bewegungsdrang. Und dabei fand ich das Rumgelatsche irgendwann so langweilig, dass mir Musik nicht mehr genügte und ich meine ersten Hörbücher hörte – aus irgendeinem Grund habe ich mit Kassetten angefangen, keine Ahnung, warum. Und mit Harry Potter.

Inzwischen:
Kein Tag vergeht, an dem ich nicht Hörbuch höre, wobei das Spektrum inzwischen breitgefächert ist. Von Kinderbüchern über Krimis/Thrillern bis Liebesromane höre ich inzwischen alles, was mir auf die Ohren kommt. Und es macht mir immer mehr Spaß.
Dabei bin ich vollkommen auf mp3 umgestiegen, entweder als download oder CD, alles kommt auf meinen mp3-Player, der bequem in die Hosentasche passt.

Was ist der Vorteil?
Ich kann da hören, wo ich nicht lesen kann. Bei der Arbeit, beim Spaziergang mit dem Hund, vor dem Einschlafen.
Hörbücher lenken mich von meinen zuweilen echt bescheuerten Gedanken ab.
Manche Bücher würde ich nie lesen, aber sie zu hören, macht mir Spaß.
Manche Bücher werden tatsächlich durch die Interpretation des Sprechers besser.
Ich kann Bücher noch mal hören, ohne dass es mich ‚Lesezeit’ kostet.
Und schließlich: Würde ich alle Bücher lesen müssen, die ich höre, hätte ich definitiv keine Zeit mehr für etwas anderes.

Wie ihr in meinem blog sehen könnt, lese ich trotz Hörbüchern noch eine Menge, weil ich Bücher liebe und mich immer in Geschichten vertiefe, die nicht meine eigenen sind.
Es ist halt wie mit anderen Dingen, es kommt auf die Situation an. Wenn ich mit meinem Hund spazieren gehe, kann ich kein Buch lesen, so handlich es auch immer ist. Und wenn ich auf meinem Sofa liege, möchte ich nicht hören, dann wird gelesen. Alles hat seine Zeit.

Grundsätzlich höre ich ungekürzte Hörbücher, nur manchmal sind es gekürzte, wobei ich dann sehr oft das Gefühl habe, ob nun berechtigt oder nicht, es würde etwas fehlen.
Meist höre ich mir zuerst die Hörprobe an, die gibt es eigentlich immer irgendwo zu finden. Denn der Sprecher entscheidet darüber, ob man ein Hörbuch wirklich der gedruckten Form vorziehen sollte. Es gibt Sprecher, die könnten auch das Telefonbuch vorlesen und es wäre spannend und/oder witzig, andere dagegen lesen ein Buch in Grund und Boden. Das kann man sich echt sparen.

Für den Einstieg empfehle ich übrigens Kinderhörbücher. Denn ja, man muss sich erst daran gewöhnen. Und wer mit sehr anspruchsvoller Lektüre beginnt und sich dann darüber beschwert, sich nicht konzentrieren zu können, der hat irgendwie nicht nachgedacht ;)

Mein Motto:
Mit dem Hörbuch im Ohr ist auch der längste Spaziergang spannend!

Und zwar nicht nur im Juni :wave:

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