Freitag, 12. Juni 2015

Schreibe das Ende eines Buches um

Das ist die Zusatzaufgabe in der Book Whisper Challenge im Juni.

Ganz spontan dachte ich da an ‚Good boy bad boy’, weil ich das Ende einfach zu luschig fand.
Nach dem ganzen Theater der Nacht, den verwirrenden Rückblicken und einem gehörigen Maß an Brutalität, wirft Kenny einfach einen Brief in den Kasten. Was soll das?

Mein Ende sieht so aus:

Als Kenny den Umschlag in den Briefschlitz werfen wollte, griff Nat danach und starrte die Adresse einen Moment lang an.
‚Werd erwachsen, Kenny’, forderte sie bestimmt und steckte den Brief in ihre Jackentasche. ‚Klär das persönlich, komm, wir gehen zur nächsten Polizeistation.’
Kenny seufzte und nickte schließlich. ‚Kennst du einen Anwalt?’

Ich denke, dass es zur Entwicklung dazugehört, zu seinen Fehlern zu stehen, und zwar persönlich und mit allen Konsequenzen. Und Kenny hat in Nat eine Freundin, die zu ihm steht – und auch einen Bruder. Warum also das Ganze so anonym lösen, wenn im ganzen Buch vorher knallharte Tatsachen geschaffen werden? Das hat mich gestört. Mit meinem Ende fühle ich mich wohler.

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