Mittwoch, 24. Juni 2015

Zurück nach Hollyhill – Alexandra Pilz


Broschur, Zeitreiseroman



Ich mag dieses Buch. Es sieht cool aus, ist einfach sympathisch und die Geschichte ist klasse.
Und trotzdem habe ich mich zum Lesen beinahe zwingen müssen, denn ich bin überhaupt nicht mit dem Stil zurechtgekommen.

Immer wieder stolperte ich über für mich schwer nachvollziehbare Formulierungen, über meiner Meinung nach unsinnige Äußerungen und ungeschickte Aussagen. Da hat der Protagonist zum Beispiel nicht eine rechte und eine linke Hand, sondern eine und eine andere.
Oder der Aufbau, der, wenn man es sparsam benutzt, durchaus seinen Charme hat, irgendwann aber einfach nur ärgerlich war für mich. Wenn eine spannende Szene mittendrin abbricht, ein neues Kapitel beginnt und dann nur im Rückblick erzählt wird, was weiter geschah, dann sorgt das für andauernde Verwirrung – jedenfalls bei mir.
All das hat mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen und mich frustriert.

Die Protagonisten sind für mich sehr schemenhaft, ihr Verhalten selten nachvollziehbar, auch wenn sie ihr Veralten dann selbst in Zweifel ziehen. Der Funke sprang einfach nicht über. Das gilt auch für die sich anbahnende Liebesgeschichte.

So ganz verstanden habe ich auch die Sache mit den Zeitreisen nicht, das bleibt ein wenig neblig und da hätte ich mir eine umfassende Aufklärung von Emily gewünscht. So erwarte ich beinahe eine unlogische Auflösung.

Die Frage, die ich mir stelle, ist, ob ich den zweiten Teil lesen möchte.
Ich würde der Geschichte gerne eine Chance geben und darauf hoffen, dass ‚Verliebt in Hollyhill’ die vorab vergebenen Sympathiepunkte rechtfertigt. Aber bislang traue ich mich nicht.

Fazit?
Ein nettes Buch, das mich einiges an Nerve gekostet hat.

‚Zurück nach Hollyhill’ ist bei Heyne fliegt erschienen.

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