Montag, 13. Juli 2015

Spiel der Zeit (Clifton-Saga 1) - Jeffrey Archer

Klappbroschur, historischer Roman (1919-1939)



Die Aufteilung dieses historischen Romans ist faszinierend, und ich glaube, ich habe ähnliches noch nie gelesen.
Denn Jeffrey Archer lässt nicht nur sehr viele Protagonisten am Anfang eines Teils persönlich zu Wort kommen, er versteht es auch, ihre Geschichten sehr detailiert zu beschreiben. Das ist allerdings auch das große Manko, wie ich finde, denn so interessant es auch ist, diesselnbe Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven zu lesen, so langweilig wird es auch zuweilen, denn es bleibt eben dieselbe Geschichte. Allerdings ist 'Spiel der Zeit' angenehm leicht zu lesen und natürlich geht es auch vorwärts mit der Handlung, schließlich umfasst das Buch 20 Jahre.

Von einem historischen Roman hätte ich mir mehr Hintergrundinformationen gewünscht, die gibt es hier nur am Rande und eher spärlich. Denn Jeffrey Archer legt viel mehr Wert auf haarsträubende Schicksalschläge und die hehren Tugenden seiner Protagonisten, die so viele Klischees in sich vereinen, dass es manchmal geradezu absurd wird.Mir fehlt es hier einfach an Grautönen.
Allerdings ist die Liebesgeschichte unwahrscheinlich dramatisch und da kann man schon ein wenig mitfiebern.

Stilistisch ist 'Spiel der Zeit' eher enttäuschend durchschnittlich, oftmals einfach nur schwülstig und insgesamt einfaltslos. Ich kann nicht nachvollziehen, wie ein Autor, der sich wohl drchaus mit Literatur auskennt, so ganz ohne Finesse schreibt.

Leider ist dies der erste Teil einer Saga und ich würde doch zu gerne wissen, wie es mit Harry weitergeht.

Fazit?
Nette, leichte Unterhaltung - leider nicht mehr.

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