Freitag, 18. Oktober 2013

Teuto Tod - Die Lesung (17.10.2013)

Gleich drei Autoren, die in der Anthologie 'Teuto Tod', gerade erschienen im Pendragon Verlag, ihren Beitrag geleistet haben (Moment mal, 'Beitrag leisten', da war doch was, sorry, anderes Buch), waren vor Ort um ihre Geschichten vorzulesen. Vor Ort bedeutet in der örtlichen Buchhandlung, die alljährlich im Herbst vier Krimilesungen veranstaltet.

Aber welches Buch ist es?
Dieses natürlich:


Den Anfang mit seinem Kurzkrimi 'Am Ende der Nahrungskette' machte Hellmuth Opitz.
Hier orientiert er sich noch, ja genau, da ist das Mikro:


Wie ihr sehen könnt, konnte sich der Autor nicht hinter einem Tisch verstecken, sondern saß geradezu exponiert auf dem Treppenabsatz. Dass der Stuhl zuerst bedenklich schwankte, lag aber nur am Standort und wurde schnell gerichtet.
Und ja, das ist ein Buch, ach was sage ich, DAS BUCH:


Und eine Einleitung musste natürlich auch gegeben werden:



Aber dann ging es los:

(keine Angst, ich habe nicht ganz so viele Bilder gemacht, aber diese konnte ich einfach nicht aussortieren)
Die kriminelle Geschichte 'Am Ende der Nahrungskette' ist mehr der konventionelle Krimi mit Lokalkolorit. Schnell wird dem Hörer klar, in welche Richtung es gehen muss, doch dann, an der spannendsten Stelle, war Schluss. Hm, dachte ich, klar, mal soll ja Appetit bekommen und das Buch kaufen, und in meinem Kopf erschienen sofort die kommenden Szenarien.

Als Zweite las Eike Birck ihre Geschichte 'Ein Mittwoch im April', die im Jahre 1933 spielt.



Eine Geschichte mit historischem Hintergrund, wie mir die sympathische Autorin in der nachfolgenden Pause verriet (es ist praktisch, wenn man ein Laster teilt!). Ich habe das eben mal nachgeschaut und Recht hat sie, die Parallelität der Ereignisse ist unverkennbar. Wenn das Ende auch einen anderen Schluss zuläßt (Prinzip Hoffnung für fiktive Personen hat was).
In der Pause kaufte ich natürlich das Buch und ließ es mir gleich signieren, weshalb es jetzt irgendwie 'gebraucht' aussieht, argh! Nein, Scherz, ich finde es klasse. Vorallem, weil dies meine erste 'richtige' Lesung war und ich mich getraut habe, allein hinzugehen und auch um die Autogramme zu bitten, die mir gerne gegeben wurden.

Nach der Pause ging es mit mit Hans-Jörg Kühne weiter, der sich zwischendurch schon mit seinem Saxophon hervortat:


Hans-Jörg Kühne ist eher der extrovertierte Typ, soweit ich das beurteilen kann, und sorgte schon vorher für einige Lacher im Publikum. Ob man sein Saxophon-Spiel nun mag oder nicht, sei hier jedem selbst überlassen, ich denke, er kann es, aber mögen muss man es nicht ;)
Und so las er denn seine Geschichte 'Club Candlelight':

Wie man hoffentlich erkennen kann mit viel Mimik (Gestik ging kaum wegen des Buches in der Hand) und stimmlicher Gewalt eine Geschichte voller Absurdität und einem gewissen Ekelfaktor. Da stöhnte das eher im oberen Drittel in der Lebensspanne eines Menschen angesiedelte Publikum sogar entsetzt auf.

Nach gut zwei Stunden endete die Veranstaltung und entließ sicherlich viele Besucher mit dem guten Gefühl, dass Ostwestfalen zwar ein gefährliches Pflaster sein kann (nicht nur im Hirn diverser Autoren) aber nichts einem sicheren Heimweg aus der Innenstadt entgegenstand.
Ich fand den Abend insgesamt sehr schön, spannend und humorig.

Aber nun noch ein kleiner Abstecher zum Buch:
Die drei Geschichten, die vorgestellt wurden (und zwar in ihrer kompletten Länge, ich kann mir also selbst aussuchen, ob.... nein, ich verrate nichts), waren sehr unterschiedlich. Einmal klassischer Krimi, dann historischer Krimi und schließlich spannende Absurdität, das umfasst schon einen ziemlich breiten Bereich des Genres. Und bewegt schon zum Lesen der anderen 'kriminellen' Geschichten, immerhin gibt es noch 28 weitere.

P.S.: Ich hoffe, die Verwendung der Bilder ist in Ordnung. Wenn nicht, bitte einfach bescheid sagen, ok?


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