Mittwoch, 30. September 2015

Interview mit Ivy Pocket



Die Erzählerin ihrer eigenen Geschichte, die unerschrockene Ivy Pocket hat sich bereit erklärt, mir ein paar Fragen zu beantworten.

CL: Herzlich Willkommen, Ivy. Ich darf doch 'du' sagen?

Ivy: Aber natürlich, meine Liebe, immerhin sind Sie alt genug, um meine Großmutter zu sein.

CL: Nun, das ist genau die Art, die dich bei deinen Lesern so beliebt macht. (noch habe ich die Hoffnung, ein nettes Interview zu machen)

Ivy: Welche Leser? Werde ich mein unglaubliches schriftstellerisches Talent - das ich natürlich von meiner Mutter geerbt habe, die den Literaturnobelpreis gleich drei Mal erhielt - der Allgemeinheit zugänglich machen? (wer kann diesem Lächeln widerstehen?)

CL: Du weisst noch nichts davon? Ja, tatsächlich wurde der erste Teil deiner Geschichte veröffentlicht. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn ich finde, dass du nicht immer nett zu deinen Mitmenschen bist.

Ivy: Oh, meine liebe CogitoLeider, natürlich bin ich nett und freundlich zu meinen Mitmenschen, schließlich habe ich den angeborenen Instinkt eines Salonlöwens und finde, harte Worte gehören höchstens auf eine Slavengaleere.

CL: ?

Ivy: Es ist mir einfach wichtig, Frohsinn zu verbreiten, vorallem unter alten Menschen wie Sie. In Ihrem Alter hat man ja nicht mehr viel Freude und die Tage sind gezählt.

CL: Und deshalb auch deine Hausmittelchen, die ja eher zweifelhaften Nutzen haben. (nein, ich kann mir diesen Seitenhieb einfach nicht verkneifen)

Ivy: Aber wie kommen Sie denn darauf, meine Gute? Habe ich nicht stets dafür gesorgt, dass Lahme wieder sehen konnten und Taube gehen?

CL: Ganz ohne Zweifel! Und weiterhin sorgen ihre Aufzeichnungen für Heiterkeitsausbrüche.

Ivy: Oh! (grummelt vor sich hin, lächelt dann jedoch herzlich) Das ist fein! Darf ich Ihnen jetzt eine Maske aus Grapefruitsaft und Mehl gegen ihre Falten um die Augen schmieren? Die hilft garantiert und macht sie vierzig Jahre jünger!

CL: Dann sähe ich aus wie zehn!?

Ivy: Ein Wundermittel!!

An dieser Stelle wusste ich nicht mehr, ob ich Ivy erwürgen oder mich vor lauter Lachen auf dem Boden wälzen sollte! Genau so geht es wohl den meisten Menschen, die mit ihr zu tun haben.
Ivy und ich tranken noch unseren Tee aus und verabschiedeten uns ohne ein Wort voneinander. Sie hopste frohgemut von dannen, ich überlegte, ob ich ins Bett gehen sollte. Schließlich war ich gerade sehr, sehr müde.


Dieses Interview ist nur entstanden, weil es eine Aufgabe in der Book Whisper Challenge im September war.

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