Sonntag, 11. Oktober 2015

Kakebo - Endlich genug Geld für alles



Hardcover, Ratgeber



Die Japaner sind ja ziemlich umtriebig, wenn es um neue Konzepte geht. Wer sich da zum Beispiel auf Youtube umsieht, findet Anleitungen zu so fast allem, was das tägliche Leben betrifft. In diese Richtung geht meiner Meinung nach auch 'Kakebo', was einfach 'Haushaltsbuch' bedeutet. Allerdingsist es ein wenig mehr als eine Sammlung von Listen, die man auch noch selbst ausfüllen muss.

Was mich an diesem Buch fasziniert, ist der Grundgedanke: Wofür geben wir unser Geld eigentlich aus?
Dabei wird klar unterschieden zwischen Notwendidigkeit und 'Luxus', der sich auch noch weiter unterteilt in 'für mich' und 'für andere' - das sind jetzt meine Worte. Es geht also zum einen darum zu sehen, wo das Geld bleibt. Dafür gibt es Tabellen und Listen, die wirklich jeden Lebensaspekt abdecken, aber auch Anregungen und Entscheidungshilfen, die ganz klar die Ausgaben absegnen, die nicht nur einem einzelnen beziehungsweise sich selbstzugute kommen. Schön ist da auch das Schaubild mit den Ja/Nein-Antworten.

Das Buch ist unterteilt in die 12 Monate des Jahres, man kann aber jederzeit (zu Monatsbeginn) anfangen, was ich aber als wenig sinnvoll erachte, da es am Ende Tabellen für das ganze Jahr gibt. Ich persönlich finde es irritierend, da mittendrin anzufangen. Aber das ist meine Meinung. Und bis Januar versuche ich das Prinzip zu üben und für mich transparent zu machen. Da reichen einfache Blätter. Aber ich freue mich auf Januar und darauf, dieses Buch zu benutzen. Und ja, ich erwarte ein langfristiges Umdenken.

Natürlich ist so ein Buch auch immer sehr allgemein und es gibt einige Abteilungen, die für mich nicht relevant sind. Allerdings ist noch genug Platz für eigene Schwerpunkte und es gibt ja Tipp-Ex. So kann man dieses Haushaltsbuch gut nach seinen Bedürfnissen eintichten und somit seine Ausgaben transparent gemacht.
Was natürlich auch in jeder Kladde geht.
Der Vorteil von 'Kakebo - Endlich genug Geld für alles' ist allerdings, dass es Spaß macht, die Kästchen auszufüllen oder auch leer zu lassen. Das ist eine Sache, auf die die Macher abzielen, dieser unbewusste Drang, mit so einem Buch zu arbeiten.
Sicherlich ist es schwierig, so eine Sache über 12 Monate durchzuhalten. Schwieriger ist es aber, so etwas durchzuhalten, wenn man nur eine lose Blattsammlung hat. Bei diesem Buch hält man schon deshalb länger durch, weil es schön gestaltet ist und man dem Ausgaben-Wolf ein Schnippchen schlagen will.

Fazit?
Ein Buch, dem ich zutraue, mein Konsumverhalten nachhaltig zu ändern.

'Kakebo - Endlich genug Geld für alles' ist bei Blanvalet erschienen.

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