Sonntag, 11. Oktober 2015

Wolfgang muss weg - Cathrin Moeller



Broschur, Chick Lit



Wir kennen 'Immer Ärger mit Harry', oder?
Wenn nicht, nun, das ist der Hitchcock Klassiker zum Thema 'wie werde ich die Leiche, über die ich eher zufällig gestolpert bin, wieder los'.
Eine weitere cineastische Adaption ist 'Immer Ärger mit Bernie' (nur der deutsche Titel ist so einfaltslos).
Das Thema ist also bekannt. Und ich habe wirklich sehr viel erwartet.

Diese Erwartung wurde in keinster Weise enttäuscht. Im Gegenteil, Cathrin Moeller versprüht ein Feuerwerk an Witz und Situationskomik und trifft genau mein Humorzentrum. Dazu erzählt sie mit so viel Schwung und Esprit, dass es mich einfcah mitgerissen hat.
Sicherlich ist das keine anspruchvolle Kost, muss es aber auch nicht, ihr kennt diese Diskussion zur Genüge.

Was mich aber richtig, richtig geärgert hat war folgendes:
Beim Film gibt es Leute, die darauf achten, dass Julia Roberts nicht von einer Scheibe Toastbrot abbeißt und eine Sekunde später einen Muffin in der Hand hält. Meist klappt das, manchmal aber auch nicht und es gibt Leute, die sich einen Spaß darus machen, solche Anschlussfehler aufzuspüren.
In Bücher gibt es solche Fehler selten, einfach, weil der Autor und der Lektor genug Zeit haben, die Übergänge zwischen den Szenen zu überprüfen. Sollte man meinen.
In 'Wolfgang muss weg' klappt das am Anfang überhaupt nicht. Der Übergang vom ersten zum zweiten Kapitel ist überaus irritierend und ich habe zuerst gar nicht verstanden, was denn nun geschehen ist. Ja, Rückblicke sind nett, aber nicht, wenn sie so holprig sind.
Und was genau zwischen dem fünften und sechsten Kapitel bleibt mir völlig unverständlich. Holt Annemie die Schwiegermutter nun ab oder nicht? Und wenn nicht, was ist hier passiert?
Menno!
Mich ärgert so etwas. Weil res mir das Lesevergnügen - das ich wirklich hatte - kaputt macht, wenn ich eine Stelle fünf Mal lese und dahinter zu kommen, ob ich gerade zu blöd bin, die Geschichte zu verstehen oder ob da irgendeetwas anderes schief gelaufen ist.

Allerdings gibt es diese 'Fehler' nur an den beiden Stellen, soweit ich das mitbekommen habe, und danach fließt die Geschichte in wunderbar absurde Bahnen, die mich sehr gut unterhalten haben.

Fazit?
Gute Unterhaltung!

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