Samstag, 19. Dezember 2015

Ein ganz persönlicher Post



Ihr 'kennt' mich nur von meinen Rezensionen, weshalb ich jetzt mal ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern möchte. Weil es kurz vor Weihnachten ist. Und weil mich einige Dinge beschäftigen.
Zum Beispiel die Fragen um Luxus und Armut.


Ja, ich bin arm!


Wird sich auch nicht ändern - außer ich gewinne im Lotto, allerdings kann ich mir einen Lottoschein auch nicht so richtig leisten.


Arm zu sein ist nicht schlimm. 

Ich habe ein Dach über dem Kopf, einen Hund und sogar ein Auto. Essen kann ich mir leisten, meine Sucht eigentlich nicht. Kleidung, nun, ich habe genug zum Anziehen und die Arbeitsschuhe sind alltagstauglich.

Außerdem habe ich Freunde, die mich unterstützen, Hundefutter kaufen oder mich mal in ein Cafè oder ein Restaurant einladen. 


Dafür bin ich dankbar!

Und natürlich gebe ich auch Geld für 'schöne Dinge' aus.
Ja, ich habe genug zum Leben und darüber hinaus auch noch Spaß.


Manchmal aber tut es auch ein wenig weh, nicht 'mithalten' zu können - besonders in der Weihnachtszeit, wenn alle Welt Geschenke verteilt, wichtelt, Überraschungspost verschickt.
Daran kann ich nicht teilhaben.
Ich habe wenig zum Teilen und noch weniger Geld für Porto.
Deshalb halte ich mich zurück - und fühle mich ausgeschlossen.
 

Nein, jetzt kein Mitleid!

Darum geht es mir nicht. Ehrlich nicht.


Wenn, dann darum, dass ich mir wünschen würde, jeder schaut sich mal um, ob er Menschen in seiner Umgebung entdeckt, denen es ähnlich geht. Kennt ihr Menschen, die immer die gleichen Sachen an haben? Die nie mit euch essen gehen oder ins Kino? Die mit euch shoppen gehen und sich selbst nichts kaufen, vielleicht sogar traurig sind? Vielleicht welche, die in euren Facebook-Gruppen eure Neuanschaffungen liken, selbst aber nie etwas posten?


Wisst ihr, Spendenaufrufe (gerade zur Weihnachtszeit) finde ich toll - ich selbst habe oft gespendet und tue es im Kleinen immer noch. Damit werden Menschen und Tiere unterstützt, die bemerkt werden, die Institutionen verhaftet sind. Und es beruhigt das Gewissen. Man hat etwas Gutes getan.


Aber vergesst dabei nicht eure nahe Umgebung, bitte! 


Haltet die Augen offen und macht Menschen und Tieren eine Freude, die zu still sind, um bemerkt zu werden!



 

Ich wünsche allen Menschen und allen Tieren ein wundervolles Leben, tolle Weihnachten und alles Liebe und Gute, das diese Welt zu bieten hat!

Und vielen Dank, dass ihr meinen Blog lest!

Kommentare:

  1. Hallo liebe Freundin! :)
    Wie kommst Du nur darauf, dass Du arm bist.
    Ich kann das anhand Deines Postes absolut nicht feststellen.
    Mensch, Du hast Freunde, welche Dir ab und zu etwas Gutes tun, Du hast einen Hund und ein Dach über dem Kopf.
    Das haben viele Menschen in Deutschland nicht und reiche Menschen, die haben vielleicht viele "Freunde". Ob das immer echte Freunde sind, wage ich zu bezweifeln...
    Vielen Dank für diesen so offenen Beitrag.
    Gruß Karen

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    1. Hallo Karen!

      Vielen Dank für deinen Kommentar, über den ich eine Weile nachdenken musste.
      Natürlich gibt es viele Menschen, denen es sehr viel schlechter geht als mir, ganz ohne Zweifel.
      Armut hat viele Gesichter, bei mir hat es mit der finanziellen Situation zu tun, die mir sehr viele schlaflose Nächte beschert. Es darf nichts passieren. Zum Beispiel mein Hund. Sollte Möhre jemals richtig krank werden, weiß ich nicht, was ich tun soll. Oder neue Schuhe. Sind einfach nicht drin. Und da nützen mir Freunde auch nur eher wenig. Denn selbst eine Tasse Kaffee, von Herzen gegeben, kann Abhängigkeit bedeuten und wie ein Almosen wirken.
      Aber meine Intention war nicht, Mitleid mit mir zu wecken. Mir geht es wirklich nur darum, meine Leser zu sensibilisieren, dass es nicht heile Welt ist, auch wenn es so scheint. Oft sind es gerade die Menschen, die halbwegs zufrieden erscheinen, die großen Kummer haben. Und da reicht vielleicht manchmal schon eine Geste, um zu helfen. Ein nettes Gespräch, eine spontane Einladung, irgendetwas, was dem anderen zeigt 'hey, du bist mir nicht egal'.
      Ich selbst habe mir jahrelang gewünscht, dass jemand zu mir sagt:' Du bist Heiligabend alleine? Komm zu uns.' Aber selbst meine allerbeste Freundin hat das nie zu mir gesagt. Und ich hätte es nie angenommen. Aber mich über die Frage allein schon gefreut.

      LG,
      Ann-Christin

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  2. Hallo Du Liebe!

    Danke für Deinen Post, obwohl ich auch nicht denke, daß Du wirklich arm bist. Kein Geld haben ist das Eine, aber wirklich arm bist Du nicht - wie Karen ja treffend geschrieben hat.
    Allerdings denken wir prinzipiell viel zu wenig darüber nach, wie gut es uns doch eigentlich geht. Wie Du schon geschrieben hast: wir haben ein Dach über dem Kopf und noch andere Luxusgegenstände.
    Trotzdem hadern wir oftmals mit uns und dem Schicksal, was aber wahrscheinlich eher daran liegt, was uns die schrille Promiwelt so vorlebt (wobei da auch mehr Schein als Sein ist).

    Ich bin vor zwei Jahren aus der Kirche ausgetreten und spende jetzt regelmäßig Geld an den Tierschutz oder andere Organisationen, die ich für unterstützungswert halte und das macht mir wirklich Freude. (Und Glauben hat für mich nichts mit einer Steuer zu tun ;-) )

    Auch bringe ich einem Bettler mal einen Kaffee oder was zu essen, ich kann es mir leisten und breche mir dabei keinen Zacken aus der Krone (lästige Bettler kann ich aber auch gut ignorieren).

    Eigentlich wollte ich dieses Jahr meine Bloggerfreunde auch mit einer Weihnachtskarte überraschen, aber durch Streß auf der Arbeit und auch im privaten Bereich ist das - wie letztes Jahr leider auch - bei der Planung geblieben. Aber es gibt ja noch genug andere Gelegenheiten das mal zu tun ;-)

    Wir haben leider die Eigenschaft verloren, die wir als Kinder hatten: mit offenen Augen durch das Leben zu gehen und das Schöne zu sehen, das an jeder Ecke auf uns wartet. Stattdessen lassen wir uns leider von den negativen Dingen im Leben runterziehen.

    Heiligabend allein ist natürlich nicht so schön, ich kann Dir aber auch sagen, daß ein Heiligabend mit anderen Menschen auch ziemlich stressig sein kann...

    Ich werde Dir die Tage dazu und noch zu einer anderen Sache noch eine Mail schreiben :-)

    Sei ganz lieb umärmelt
    Kerstin

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    1. Hallo Süße!

      Oh ja, ich weiß, wie schrecklich Heiligabend mit Menschen sein kann - und jedes Jahr, wenn ich ein bisschen traurig werde, dann erinnere ich mich ganz bewusst daran, wie es früher war und bin froh, dass ich das nicht mehr habe! Und nein, es war nicht alles schlimm ;)

      Eine andere Sache?
      Ich freue mich!!!!

      *küsschen*
      Ann-Christin

      (sorry, bin auf dem Sprung, gleich ist Weihnachtsfeier, wird wahrscheinlich nicht schön, aber selten, und danach ist Urlaub, lass uns an anderer Stelle weiterschreiben!)

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