Sonntag, 20. März 2016

Die Liebe, das Glück und ein Trauerfall - Kerry Fisher


Taschenbuch, Chick Lit


Dieses Buch ist mir mal einfach so dazwischen gerutscht, auch, weil mich das Cover angesprochen hat. Denn es ist einfach 'süß'.
Inhaltlich hat es was von einer Aschenputtel-Geschichte, allerdings mit mehr Tiefe, als man wohl allgemein vermutet hat. Denn es geht um durchaus ernste, existenzielle Themen, die die fast vorhersehbare Geschichte sehr schön aufwerten, wie ich finde. Denn es geht nicht um Superreiche mit Erste-Welt-Problemen, sondern um eine arme Frau und ihre Kinder, die versuchen, die Möglichkeiten zu nutzen, die ihnen geboten werden. Da schwingt einiges an Sozialkritik mit, aber auch Charaktere, die authentisch sind. Mit all ihrer Arroganz aber eben auch mit Unsicherheiten.

Die Liebesgeschichte war mir persönlich ein wenig zu kompliziert, allerdings sind alle Probleme nachvollziehbar.

Die Ich-Erzählerin benutzt einen gut lesbaren Stil, der jedoch von hohem Niveau ist, wenn es um Beschreibungen geht. In der wörtlichen Rede schafft es Kerry Fisher dagegen sehr gut, 'dem Volk auf das Maul zu schauen' und damit noch mehr zu unterstreichen, dass wir uns nicht immer im hochgebildeten Milieu befinden. So bildet sich ein Gesamtwerk, das auf jeder Ebene authentisch ist.

Was ich vermisst hatte, war eine humorvollere Erzählweise, doch liegt es in der Natur der Geschichte, dass dafür einfach kein Platz war. Also kein humorvolles Buch, sondern eines, das so ernst ist wie die Themen, die beschrieben werden.

Fazit?
Ein Buch, das durch Authentizität berührt. Nette Abwechslung zu leichteren Bücher dieses Genres.

'Die Liebe, das Glück und ein Todesfall' ist bei Goldmann erschienen.

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